Schmerzensgeld bei Schockschaden Angehöriger
Wenn der Unfall die Familie trifft: eigene Ansprüche der Angehörigen. Nach einem unverschuldeten Unfall liegt die Orientierungsspanne bei etwa 2.000 € bis 40.000 €, abhängig von Schwere und Verlauf.
Orientierungswerte
| Schweregrad | Typischer Verlauf | Orientierungsspanne |
|---|---|---|
| Behandlungsbedürftige Belastung | Therapiebedürftige psychische Folgen | 2.000 € – 8.000 € |
| Schwere Störung | PTBS oder Depression mit langem Verlauf | 8.000 € – 25.000 € |
| Bei Tod des Angehörigen | Schockschaden neben Hinterbliebenengeld | 10.000 € – 40.000 € |
Orientierungsspannen aus der veröffentlichten Rechtsprechungspraxis (Schmerzensgeldtabellen), an das heutige Niveau angepasst. Keine Gewähr, keine Beratung im Einzelfall; die konkrete Bemessung hängt von Behandlungsverlauf, Dauerfolgen und den Umständen des Falls ab.
Einordnung
Erleiden nahe Angehörige durch die Nachricht oder das Miterleben eines schweren Unfalls eine eigene Gesundheitsverletzung, haben sie eigene Schmerzensgeldansprüche. Der BGH hat die früheren Sonderhürden gelockert: Erforderlich ist eine psychische Störung von Krankheitswert, nicht mehr zwingend über das „normale" Trauerleid hinausgehend, solange die Kausalität steht.
Vom Schockschaden zu unterscheiden ist das Hinterbliebenengeld (§ 844 Abs. 3 BGB) beim Unfalltod: Es steht nahen Angehörigen ohne eigene Gesundheitsverletzung zu; die Praxis liegt überwiegend im Bereich um 10.000 bis 15.000 Euro. Beide Ansprüche können nebeneinander bestehen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Schmerzensgeld bei Schockschaden Angehöriger?
Sind diese Beträge garantiert?
Was bekomme ich zusätzlich zum Schmerzensgeld?
Die Versicherung hat bereits einen Betrag angeboten. Annehmen?
Schmerzensgeld bei Schockschaden Angehöriger prüfen lassen
Schildern Sie Verletzung, Behandlungsverlauf und Unfallhergang, gern mit Attesten als Anhang. Sie erfahren kostenfrei, in welcher Größenordnung Ihr Anspruch liegt und welche weiteren Positionen dazukommen.